12.09.2005 Chinas Wirtschaft vor Aufholjagd

Hightech nach Plan - China bedient sich weiter im Westen
Nach der Übernahme von IBM' s PC-Sparte durch das chinesische Unternehmen Lenovo, folgt nun die Entwicklung eines eigenen Mikroprozessors. Dieser wurde vom Institut für Computertechnologie der Akademie der Wissenschaften in Peking entwickelt und trägt die Bezeichnung ,,Godson-2". Durch zeitgemäße Eigenschaften des CPU wie z.B. der 64-Bit-Architektur und einer dynamischen Sprungvorhersage sind Parallelen zu den von der US-Firma MIPS hergestellten Prozessors R10000 erkennbar. Darüber hinaus sei der China Chip, laut einer Studie, zu 95 Prozent MIPS-kompatibel. Lizenzgebühren haben die Chinesen dafür nicht bezahlt. Angesichts dieser Fakten sind sich US-Experten einig, dass Peking damit in der Lage ist, Weltklasse-Chips zu entwerfen. Einziger Nachteil ist die Fertigungstechnik: Bei einer Herstellungstechnik von 0,13-Mikrometer ist dieses Verfahren noch weit hinter dem der westlichen Vorbilder. Wenn es China jedoch gelingt vom Billigproduzenten zum Auftraggeber heran zu wachsen und in anderen Ländern produzieren lässt, käme es an Fertigungstechnologien, die ihm der Westen derzeit verwehrt . Eine Weiterentwicklung stände demzufolge nichts mehr im Wege.
Ein weiterer Schritt Chinas zur Entwicklung zu einer Hightech-Nation, ist die Einführung einer ,,Enhanced Versatile Disk" inklusive eigenen Player, anstelle einer westlichen Standard DVD.
Auch eine Zusammenarbeit zwischen Chinas größten E-Commerce-Anbieter Alibaba und Yahoo lässt für die Zukunft großes hoffen.



